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27. Februar 2025
Unter dem Motto „wunderbar geschaffen!“ richtet der diesjährige Weltgebetstag am 7. März den Blick auf die tropischen Cookinseln im Südpazifik.
Am 7. März 2025 feiern Christinnen und Christen in über 150 Ländern wieder den Weltgebetstag. Auch in Bremen laden ökumenische Teams aus zu 17 Gottesdiensten ein, um das weltumspannende Ereignis mitzufeiern. Frauen aus evangelischen, katholischen, alt-katholischen und freikirchlichen Gemeinden haben diese Feiern vorbereitet.
Die Gottesdienstordnung unter dem Motto „wunderbar geschaffen!“ stammt von christlichen Frauen von der Inselkette im Südpazifik. Die Christinnen der sehr kleinen und weit verstreut liegenden Cookinseln stellen den Psalm 139 ins Zentrum ihres Gottesdienstes. Sie laden ein, die Wunder der Schöpfung zu sehen und die Freude darüber zu teilen. Sie schreiben aber auch:
“Gott geht mit uns in die Finsternis am Grund des Ozeans, wo es kein Licht gibt.“
Ihr Glaube ermöglicht ihnen, Verletzungen und Kränkungen standzuhalten, mit Krankheiten und Bedrohungen umzugehen. In der Gottesdienstordnung mischen sich Elemente der traditionellen Maori-Kultur mit ihrer besonderen Sicht auf das Meer und die Natur mit dem christlichen Schöpfungsglauben.
„Kia orana“, mögt ihr ein langes und erfülltes Leben haben – so grüßen die Frauen zu Beginn alle, die rund um den Globus Weltgebetstagsgottesdienste feiern.
Einen Vorgeschmack auf den Weltgebetstag 2025 gibt ein Video, das die Schönheit wie die Bedrohung des tropischen Paradieses durch die Klimakrise zeigt. Erst im Dezember letzten Jahres fand die Anhörung zur Klage der Cookinseln gemeinsam mit anderen von Überflutung und Zerstörung bedrohten kleiner Inselstaaten im Pazifik vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag statt.
Der Tourismus ist der wichtigste Wirtschaftszweig für die etwa 15.000 Einwohnerinnen und Einwohner der Inseln. Trotz zum Teil auch problematischer Missionierungserfahrungen leben 90 Prozent der Menschen auf den Cookinseln als Christinnen und Christen, deren Glaube sich selbstverständlich mit der einheimischen Maori-Tradition verbindet. Diese Kultur wurde in der Kolonialzeit unterdrückt, erst 1965 erlangten die Inseln ihre Unabhängigkeit.
Hintergrund:
Der Weltgebetstag der Frauen wird jedes Jahr weltweit am ersten Freitag im März gefeiert. Seit 1927 setzen Frauen verschiedener Konfessionen rund um den Erdball damit ein Zeichen für Frieden und Versöhnung. Im Kampf und Gleichberechtigung von Frauen in Kirche und Gesellschaft spielt der Weltgebetstag eine wichtige Rolle. Das Engagement für den Umweltschutz, gegen Rassismus und Intoleranz gehören zur DNA der Weltgebetstagsbewegung.
Jedes Jahr steht ein anderes Land im Mittelpunkt. Frauen aus diesem Land gestalten die Gottesdienstordnung, die - übersetzt - rund um den Globus gefeiert wird. Im Anschluss gibt es meist Möglichkeiten zur Begegnung und weitergehende Informationen.
Alles rund um den Weltgebetstag hier.
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